Mein Name ist Mensch

von Ton Steine Scherben, 1971
Rio Reiser und R.P.S. Lanrue

Auf diesen Tonträgern zu hören

Warum geht es mir so dreckig (Album)
Live II (Album)
Rock in Deutschland Vol. 3 (Sampler)
Auswahl I (Klassiker & Raritäten) (Sampler)
18 (Sampler)

Videos (auf YouTube)

keine Videos gefunden

Songtext - die RioLyrics

Ich habe viele Väter.
Ich habe viele Mütter,
und ich habe viele Schwestern,
und ich habe viele Brüder.
Meine Väter sind schwarz
und meine Mütter sind gelb
und meine Brüder sind rot
und meine Schwestern sind hell.

Refrain:
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!

Und ich lebe von Licht,
und ich lebe von Luft,
und ich lebe von Liebe,
und ich lebe von Brot.
Ich habe zwei Augen
und kann alles sehn.
Ich habe zwei Ohren
und kann alles verstehen.

Refrain:

Wir haben einen Feind.
Er nimmt uns den Tag,
er lebt von unserer Arbeit,
und er lebt von unserer Kraft.
Er hat zwei Augen,
und er will nicht sehen.
Und er hat zwei Ohren
und will nicht verstehen.

Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.
Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.

Ich weiß, wir werden kämpfen,
ich weiß, wir werden siegen,
ich weiß, wir werden leben,
und wir werden uns lieben.
Der Planet Erde
wird uns allen gehören,
und jeder wird haben, was er braucht.

Es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.
Und es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.

Anmerkungen

Mit dem "Feind", den er im Lied erwähnt, meint er logischerweise auch Menschen, aber welche, "die von der Kraft der Menschen leben", in der 60er Jahre-Logik "Kapitalisten". Damit wird gleichzeitig ausgedrückt, dass die Menschen sich selbst bekämpfen.
In dem Song "Steig ein" wird aus diesem Lied musikalisch zitiert.
Auf "Rock in Deutschland Vol. 3" (Sampler) und "Auswahl I" (Sampler) ist eine Demo-Aufnahme von 1970, aufgenommen in Berlin-Borsigwalde (Turnhalle) zu hören

Coverversionen gibt es von (mehr Infos ...)

John Banse, Neues Glas aus alten Scherben, Söhne Mannheims, Wunderbundt